Psychologie

Eigentlich ist die körperliche Belastung während und nach der Therapie schon mehr als genug. Aber jeder weiß auch, wie sehr die Seele leidet. Aus Angst um das eigene Leben, aus Sorge um die Kinder, um Beruf oder finanzielle Themen fühlen wir uns oft wie gelähmt. Nicht selten wird die Bewältigung des Alltags zu einem psychischen Kraftakt.

Wir haben für dich einige Tipps zusammengestellt, wie wir mit unseren Ängsten und Sorgen umgegangen sind und was uns geholfen hat, Mut und Lebenswillen nicht zu verlieren.

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Was würdest du neu erkrankten Frauen mit auf den Weg geben?

  1. Finde deinen eigenen Weg, mit der Krankheit zu leben, und lass Dich in kein Muster zwängen.
  2. Frage nach, wenn Du etwas nicht verstehst. Sei eine mündige Patientin.
  3. Du bist mehr als eine Statistik – lass Dich von Überlebensquoten nicht verrückt machen.
  4. Du bist die Nummer 1 in Deinem Leben! Niemand sonst.
  5. Step by Step: Dinge zu überstürzen bringt nichts; gehe lieber einen Schritt nach dem anderen.
  6. Sorge für Entspannung und gönn Deinem Kopf etwas Ruhe. Er kann es gebrauchen.
  7. Stecke Dir Ziele für die Zukunft, die erreichbar und motivierend sind. Das können auch kleine Ziele sein. Wie wäre es mit einem schönen Spaziergang?
  8. Lerne Hilfe anzunehmen. Andere Menschen helfen Dir bestimmt gern!
  9. Mach Dich schlau über Deine Krankheit, denn Du kannst vieles selbst beeinflussen.
  10. Nimm jemanden zu den Arztgesprächen mit. Vier Ohren hören und verstehen mehr als zwei.
  11. Überlege und notiere Dir schon vor dem Arztgespräch, was Du wissen möchtest.
  12. Unterhalte dich mit jemanden, der vor einiger Zeit in derselben Situation war.
  13. Führe ein kleines Heftchen, in dem du alle Informationen und Anweisungen aus dem Krankenhaus und von den Ärzten festhältst.

Was hat dich davon abgehalten, den Mut und den Lebenswillen zu verlieren?

  1. Die Hoffnung, dass ich es schaffen werde.
  2. Die Situation anzunehmen, wie sie ist.
  3. Leute kennenzulernen, die den Krebs überlebt haben.
  4. Die Liebe von und für Familie und Freunde.
  5. Der Gedanke „Das kann es noch nicht gewesen sein.“
  6. Die große Lust auf das Leben nach dem Krebs.
  7. Die immer besseren Chancen auf Heilung.
  8. Die Motivation, Kinder, Partner und Freunde nicht alleinlassen zu können.
  9. Das Vertrauen in mein „Team“: Ärzte, Schwestern, Psychologen
  10. Die richtige Ablenkung an besonders schweren Tagen.
  11. Der Glaube an mich selbst.
  12. Achtsamkeit: Das Schwierige zunächst zu erkennen und anzuerkennen und erst dann wieder gehen zu lassen.
  13. Meine Kinder aufwachsen zu sehen, sie so lange wie möglich begleiten können und ihnen trotz Krebserkrankung in der Familie einen normalen Alltag bieten zu können, war mein größter Halt. Und das ist er noch heute.